Nienstedten

Laufend informieren, Trends suchen und die Umbauten nicht scheuen

Von Anfang an versuchten Manfred Kartheuser und sein Team Entwicklungen nicht abzuwarten, sondern vorweg zu nehmen. „Wenn uns die Mitglieder nach einem Umbau ansprechen und zum Ausdruck bringen, dass sie das noch gar nicht für nötig empfunden haben – dann haben wir alles richtig gemacht,“ weiß Ralf Trierweiler, Centerleiter des juka dojo Nienstedten.

„Wenn man sich die letzten 40 Jahre ansieht, dann kann man ein deutliches Muster erkennen,“ so der gelernte Sportwissenschaftler, der so einiges von Manfred Kartheuser gelernt hat. „In den letzten 40 Jahren gab es im juka dojo zwölf Umbauten! Das ist doch ein klares Zeichen,“ ist Trierweiler überzeugt. Demnach dürfe man nie warten, bis es tatsächlich Not tue eine Investition zu tätigen, bzw. Bereiche zu verändern.

Die Mitglieder müssten immer sicher sein, in einem neuen und modernen Center zu trainieren. Dieses gelte sowohl für die Räumlichkeiten, als auch für die Angebote. So habe Manfred Kartheuser schon früh damit begonnen durch Reisen in andere Länder Entwicklungen im Sportbereich zu beobachten. „Das machen wir heute immer noch so,“ sagt Trierweiler.

„Allerdings sind es heute nicht mehr die USA, die die Trends vorgeben. Das hat sich geändert. Europa hat in den letzten zehn Jahren erheblich aufgeholt. Viele der konzeptionellen „Revolutionen“ – wie etwa der voll elektronische, chipkartengesteuerte Milon-Zirkel, ist Made in Germany.“ Trotzdem gebe es immer wieder neue Strömungen – etwa im Kursbereich – die z.B. aus Brasilien oder Neuseeland stammten. „Da ist es nicht ganz einfach immer den Überblick zu behalten: Grundlegend ist es vor allem, die richtige Entscheidung zu treffen, welche der Neuerungen für das juka dojo aufgenommen werden sollen,“ gibt der Centerleiter zu bedenken. Bei allen Trends und deren Berechtigung müssten diese eingebettet sein in eine langfristige und für den Kunden erkennbare Strategie.

„Hier holen wir uns auch externe Hilfe, wir beraten uns mit Kollegen, arbeiten eng mit einem Unternehmensberater zusammen und versuchen natürlich auch unsere Mitglieder als Meinungs-Barometer zu nutzen.“  Ralf Trierweiler bringt die Politik der letzten Jahrzehnte auf folgenden Nenner: „Reisen, reden und renovieren! So lässt sich das am besten beschreiben. Vielfach werden dann aus dem Wunsch neue Produkte anzubieten, Umbauten nötig.“ Hierfür war und sei noch immer das sehr gute Verhältnis zum Vermieter – der Hamburger Familie Richter – enorm wichtig. Während es manchmal nur kosmetische Umgestaltungen einzelner Räume gewesen seien, habe es auch Komplettentkernungen und Verlegung ganzer Trakte gegeben. Als die ersten Fitnessgeräte-Türme angeschafft wurden, habe man die ehemaligen Pferdeställe entkernt und genutzt. Vielfach habe man sehr fantasievoll an das Raumkonzept herangehen müssen, um neue Möglichkeiten zu schaffen. Hierfür wurden alle Räumlichkeiten optimal ausgenutzt. Beste Beispiele dafür sind der Saunabereich, der neue Bauch-Beine-Bereich oder die neu gestaltete Wellness-Lounge. „Und heute – nach einigen technischen Problemen – ist es die Wellness-Lounge, die unsere Mitglieder nicht mehr missen wollen,“ sagt Ralf Trierweiler.

Ein weiteres Beispiel sei die Reithallendecke, die 2004 eingezogen wurde und die nun ein zentrales gestalterisches Element der Anlage darstelle. Ohne dieses sei das juka dojo derzeit kaum vorstellbar. „Eines ist sicher, die Umbauten zur Aufnahme des Milon-Zirkels und der Wellness-Lounge waren nicht die letzten. Gerade erst haben wir den Saunabereich neu gestaltet,“ sagt ein schmunzelnder Trierweiler.